Markel erhält Zulassung in Deutschland zur Unterstützung der Wachstumsstrategie im EWR

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Richmond, Virginia, 18. Juli 2018 – Die Markel Corporation (NYSE: MKL) gab heute bekannt, dass ihr von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Erlaubnis zum Betrieb einer Versicherungsgesellschaft in Deutschland erteilt wurde.

Die Zulassung der Markel Insurance SE (MISE) erlaubt es Markel, auch nach dem Brexit, dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, Kunden mit Sitz oder abzusichernden Risiken im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) Versicherungsschutz anzubieten.

Richard R. Whitt, Co-Chief Executive Officer der Markel Corporation, erklärte: „Wir verfolgen weltweite Wachstumsziele für unser Unternehmen und stärken unsere Position in Kontinentaleuropa. Die Gründung unserer deutschen Versicherungsgesellschaft wird zu unserem Erfolg in der Region beitragen.“

William Stovin, President von Markel International, meinte: „MISE dient nicht nur dazu, nach dem Brexit unsere Geschäftstätigkeit im EWR zu sichern. Sie ist auch ein wichtiger strategischer Schritt, der unsere Ambitionen unterstreicht, ein deutlich größerer Akteur auf dem europäischen Markt zu werden.“

EU und Bund setzen auf verstärkten Datenschutz

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So antwortet Markel auf die neuen Herausforderungen der DSGVO

Ob Facebook, Telekommunikationsanbieter oder Handelsplattform: Viele Unternehmen wollen vor allem Eines – unsere Daten. Denn jeder, der sich im Internet bewegt, online Angebote anfordert, Verträge abschließt, shoppen geht oder an Preisausschreiben teilnimmt, hinterlässt seinen individuellen Fingerabdruck in Form persönlicher Daten. Weltweit. Das hat Konsequenzen. Missbräuchliche Datenverarbeitung und -speicherung beschränkt den Bürger massiv in seinem informationellen Selbstbestimmungsrecht. Höchste Zeit also, auf die omnipräsenten Datenschutzskandale zu reagieren und vor allem die sensiblen Daten natürlicher Personen nachhaltig zu schützen.

Nach zweijähriger Übergangsfrist ist es nun endlich soweit, ab dem 25. Mai 2018 gelten in der Europäischen Union einheitliche Regeln für alle Mitgliedsländer. Die EU Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) macht es möglich. Die Umsetzung dieser Verordnung erfolgt in Deutschland über das entsprechend novellierte Bundesdatenschutzgesetz (BDSG-neu), die gleichzeitig mit der EU-Novelle mit angepassten datenschutzrechtlichen Regelungen in Kraft tritt. Gemeinsam haben sie enormes Potenzial, die oftmals erheblichen negativen Auswirkungen auf die Zulässigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten zu beschränken. Ein Meilenstein in der Geschichte des Datenschutzes. Immerhin liegt die letzte große EU-Richtlinie von 1995 mehr als 20 Jahre zurück und fällt damit in eine Ära, in der das Internet noch in den Kinderschuhen steckte und ein Marktmogul wie Google als Unternehmen noch nicht einmal existierte. Erfreulich an der Novellierung ist, dass die DSGVO, anders als die Vorgängerregelung von 1995, nicht mehr im Gewand einer Richtlinie daherkommt, sondern als Verordnung. Konkret bedeutet das nämlich, dass sie in allen Mitgliedsländern sofort in Kraft tritt und nicht erst in nationales Recht umgesetzt werden muss – was bei einer Richtlinie der Fall ist.

DSGVO in Kürze: Worum geht’s, was ist neu?

Ein klarer Fokus legt die EU-DSGVO auf den Schutz personenbezogener Daten. Je sensibler die Daten sind, desto besser müssen sie geschützt werden. So gelten beispielsweise für Gesundheitsdaten verschärfte Regeln, an die sich Arztpraxen oder Krankenhäuser halten müssen. Betroffen sind auch ausländische Unternehmen, sofern sie Daten von EU-Bürgern verarbeiten. Um den Stellenwert, den die Europäische Union diesen Daten zumisst, herauszustellen, hat die EU die Strafen für Verstöße gegen das Datenschutzrecht empfindlich in die Höhe getrieben. Schwere Verstöße können durch die Datenschutzbehörden mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des weltweit erzielten Jahresumsatzes belegt werden, jeweils abhängig davon, welcher Betrag höher ausfällt.

Ein weiteres Novum ist die Stärkung des Rechts jedes einzelnen Bürgers zu erfahren, was mit seinen Daten passiert. Er kann sowohl die Herausgabe seiner Daten, deren Korrektur als auch deren Löschung verlangen und das oftmals einfach via E-Mail, sprich ohne hohe bürokratische Hürden oder das Dogma des Kleingedruckten. Datenschutz wird sozusagen zu einem Grundprinzip. Davon abgesehen, so zumindest das erklärte Ziel, müssen Unternehmen persönliche Daten löschen, sofern diese nicht mehr benötigt werden.

Datenschutz und Versicherung

Schutz ist nur ein weiteres Synonym für Verantwortung, die die EU mit ihrer neuen Datenschutzverordnung nach nunmehr fünfjährigem juristischen Gerangel endlich übernimmt. Für die damit verbundenen Herausforderungen hat Markel wiederum entsprechende Lösungen parat. Immerhin schützt der Maklerversicherer seine Kunden in den zentralen Versicherungsprodukten auch gegen Ansprüche, die aus den neuen Bestimmungen der EU-DSGVO und dem BDSG entstehen. Unabhängig davon, ob sie gerechtfertigt sind oder nicht. Ein Überblick.

Fokus Datenschutz

Die Vermögenschadenhaftpflicht

Sämtliche Berufs- und Vermögensschadenshaftpflichtversicherungen aus der Reihe Markel Pro berücksichtigen im Rahmen des Bausteins ‚Daten- und Cyber-Drittschäden’ eine Absicherung gegen alle anwendbaren Datenschutzgesetze sowie gegen vertragliche Bestimmungen, die entsprechende Schutzniveaus vorsehen. Im Rahmen dieser Deckung prüft Markel die Ansprüche aus (vorgeworfenen) Datenschutzverletzungen, befriedigt begründete und wehrt unbegründete Ansprüche ab. Dieser Schutz wird mit allen Produkten der Berufs- und Vermögensschadenshaftpflicht von Markel angeboten. Dabei ist es beispielsweise ganz egal, ob bei verkammerten Berufen wie Rechtsanwälten in einem Prozess der Vorwurf einer Verletzung beim Umgang mit Daten durch die Gegenseite erhoben wird oder ob ein IT-Dienstleister beschuldigt ist, Kundendaten eines Auftraggebers missbräuchlich an Dritte weitergegeben zu haben.

Vermögensschadenshaftpflicht für externe Datenschutzbeauftragte

Über Markel Pro Berater wird Datenschutzberatern, die als Dienstleister für externe Auftraggeber fungieren, umfangreicher Versicherungsschutz im Bereich der Vermögensschäden gewährt. Entstehen den Auftraggebern beispielsweise Vermögensschäden in Form auferlegter Bußgelder oder Strafen, die auf eine fehlerhafte Beratung oder eine falsche Umsetzung zurückzuführen sind, besteht hier ein besonderer Bedarf an Absicherung, der durch Markel abgedeckt ist.

D&O

Die Sorgfaltspflicht der Geschäftsleitung umfasst die Überwachung alle Unternehmensresorts auf Datenschutzkonformität, beginnend bei Daten der eigenen Mitarbeiter in der Personalabteilung bis hin zu Kundendaten in den Verwaltungsabteilungen. Alle für die Umsetzung und Überwachung der Datenschutzbestimmungen verantwortlichen Personen in der Geschäftsleitung können mit Ansprüchen Dritter direkt konfrontiert werden. Neben den klassischen Organen von Gesellschaften, wie Geschäftsführer oder Vorstände umfasst der Versicherungsschutz der D&O daher auch interne Datenschutzbeauftragte, die oft persönlich in Datenschutzerklärungen gegenüber Dritten benannt werden.

Cyber

In der Cyber-Versicherung liegt neben den Schäden an der IT ein Hauptaugenmerk auf Schäden im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten. Neben den Ansprüchen von Dateninhabern, die bereits in den Vermögenschadenshaftpflichtversicherungen behandelt wurden, besteht immer auch der Bedarf nach Forensik. Nur so können Fragen beantwortet werden, ob Daten korrumpiert, manipuliert oder missbraucht wurden beziehungsweise ob (und wie) sie abhandengekommen sind. Zudem müssen für Dateninhaber zahlreiche Leistungen erbracht werden, dazu zählen Meldepflichten, die Überwachung von Identitätsmissbrauch sowie die Rechtsberatung.

Datenschutz braucht Versicherung

Zu der neuen Grundverordnung und dem neuen Bundesdatenschutzgesetz, zu denen es noch kaum Rechtsprechung und Kommentare gibt, werden sich in vielen Unternehmen unterschiedlichste Lösungsansätze bilden. Falls einige von diesen Ansätzen in die falsche Richtung weisen, ist ein guter Versicherungsschutz unabdingbar. Mit der Möglichkeit, alle den Datenschutz betreffende Bereiche abzusichern, schließt Markel mögliche Haftungslücken bei seinen Versicherungsnehmern.

Antrags- und Produktinformationen für das Produkt Markel Pro Datenschutzbeauftragter finden Sie hier oder zum Download auf unserem Maklerportal.

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Brexit: Markel gründet in Deutschland Versicherung – Markel in den Bocquel News

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1. Februar 2018 – Der Spezial-Versicherer Markel International wird für sein europäisches Geschäft einen Versicherer in Deutschland gründen. Auslöser ist das historische Datum, 23. Juni 2016 – Tag des Brexit Referendums im Vereinigten Königreich von Großbritannien. Was bedeutet das für die Branche und die Kunden?

Der Brexit – und die Versicherer sowie deren Kunden in Deutschland – für viele ein großes Fragezeichen. Da kam der Beitrag „Der Brexit und die Folgen“ von Frederik Wulff am Dienstag bei der Haftpflichttagung 2018 am 20. Euroforum in Hamburg wie gelegen. Während der Traditionsveranstaltung der Haftpflichtversicherungswelt hierzulande waren alle ganz Ohr, was Frederik Wulff; Hauptbevollmächtigter von Markel International, Niederlassung für Deutschland, zu sagen hatte; denn der US-Versicherer Markel hat bisher im britischen London seinen Hauptsitz in Europa. Was hat das im Zusammenhang mit dem Brexit zu bedeuten? Und wird die Gründung einer neuen Versicherungsgesellschaft erwogen?

Erst Anfang 2012 hatte der Spezialversicherer Markel seinen Markteintritt in Deutschland realisiert. Der damals 38-jährige Frederik Wulff verkaufte hierzu sein damaliges Betätigungsfeld, die Anglo Underwriting GmbH, an Markel. Seit dem ist er Chef der Markel-Niederlassung in München. Er verkündete am Dienstag, dass Markel International für sein europäisches Geschäft einen Versicherer in Deutschland gründen wird.

Für viele überraschend, weil während der Brexit-Diskussion bekannt wurde, dass auch andere ausländische Unternehmen mit ihrem europäischen Hauptsitz in London nun eine Sitzverlegung erwägen – doch nicht nach Deutschland, sondern eher nach Luxemburg, Brüssel oder ins irische Dublin.

Entschluss reifte bereits im vergangenen Jahr
Die Markel Corporation fasste schon im vergangenen Jahr den Entschluss nach München zu gehen. Nach Gesprächen mit der BaFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gab Markel bereits die Absicht bekannt, die Zulassung einer Versicherungsgesellschaft in Deutschland zu beantragen. Unabhängig vom Ergebnis der Brexit-Verhandlungen will Markel damit sicherstellen, auch in Zukunft die Bedürfnisse von Versicherungsnehmern in der Europäischen Union bedienen zu können.

Soweit das Fazit. Frederik Wulff zeichnete während seines Vortrags auf, was das historische Datum 23. Juni 2016 (Tag des Brexit Referendums im Vereinigten Königreich) an Konsequenzen für Europa, die Wirtschaft und den einzelnen Bürger bedeutet.

Der Brexit – für viele das Reizwort schlechthin, für andere eine dem Zeitgeist folgende Entwicklung in der europäischen Gemeinschaft – und für die Versicherungswirtschaft, wie für andere Wirtschaftszweige eine große Unbekannte. Allein im Segment Lebensversicherung scheint der Brexit für diejenigen mit Policen „made in UK“ irgendwie problematisch, obwohl niemand so genau weiß, wo die Reise nun konkret hingeht. Bis heute ist übrigens noch nicht hundertprozentig klar, wie Großbritannien aus der EU austeigen wird; feststeht lediglich, dass der 29. März 2019 das Brexit-Schicksalsdatum sein wird.

Doch bevor zehntausende Arbeitsplätze von Europas größtem Finanzplatz London in Euro-Staaten verlagert werden, gilt es noch eine Menge von Standpunkten und offenen Fragen in den Verhandlungen auf EU-Ebene zu klären.

Dem kommt Markel International für sein nicht unerhebliches Deutschlandgeschäft mit der Entscheidung und Gründung in München zuvor. Gut für die über 20.000 Endkunden-Verträge und die rund 2.000 Makler, die hierzulande und in Österreich Geschäft für Markel schreiben.

Brexit-Herausforderungen fokussieren sich auf sechs Kriterien
Die Herausforderungen für alle Beteiligten, die London den Rücken Richtung Deutschland kehren wollen, machte Frederik Wulff an sechs Kriterien fest. Demnach ist die erste Hürde mit der Lizenz – sprich mit dem Antrag auf Zulassung zum Geschäftsbetrieb als Versicherer zu nehmen. Als zweiter Schritt folgt die Überlegung und das Realisieren der Geschäftsübertragung von vorhandenem Geschäft auf die neue Einheit.

Schließlich dürfen die Menschen/Mitarbeiter*innen nicht unbeachtet bleiben. Dabei gilt es die Rekrutierung und/oder Übertragung der Arbeitsverträge in trockene Tücher zu bringen. Die Planung regulatorischer und organisatorischer Strukturen darf während des gesamten Procedere auch nicht außer Acht gelassen werden. Technisch wird es dann, wenn es um die Systeme geht. Nachdem die Digitalisierung in der Branche in aller Munde ist, gehört es auch zu dem Vorhaben, beispielsweise wegen des Brexits London zu verlassen. Die Systemlandschaft für Run-off und den operativen Betrieb – seit langem ein besonders sensibler Bereich – muss auf die neuen Gegebenheiten ausgerichtet, angepasst und neu entwickelt werden.

Ist diese Hürde auch geschafft, kommt es zu der endgültigen Umstellung des Tagesgeschäfts. „Das hört sich so einfach an“, sagt Frederik Wulff. Doch seiner Meinung nach steckt gerade auch hier der Teufel im Detail. Ihn selbst und sein Team in München trifft es weniger, weil er schon jahrelange Erfahrung darin hat. Doch Unternehmen, die bisher nicht den Vorteil einer deutschen Geschäftspräsenz hatten, für die ist die tägliche Praxis mit dem Kunden hierzulande eine weitere Herausforderung.

Als Entscheidungsgründe des Spezialversicherers Markel für Deutschland zählten – so erklärte Frederik Wulff, das Wachstumspotenzial, dass die Entscheider im europäischen Markt sehen. Selbstredend kommt dem ganzen auch die bestehende Infrastruktur zugute, nicht zuletzt weil sie in den vergangenen fünf Jahren von Frederik Wulf und seinem Team bereits kundenfreundlich geebnet worden war. Natürlich war auch das stabile regulatorische Umfeld in Deutschland wichtig bei der Entscheidung pro München. Und schließlich ist das auch für die Kundenwahrnehmung von Vorteil. Für die Kunden hierzulande ändert sich mit und ohne Brexit nichts. Das bescheinigt Frederik jedem, der es hören will.

Frederik Wulff: „Unsere Kunden und wir haben nichts zu befürchten!“
Gestern hat übrigens eine dpa-Meldung für weitere Verunsicherung in Sachen Brexit gesorgt. Danach ist die britische Regierung durch eine an die Öffentlichkeit gelangte Analyse der Auswirkungen des Brexits auf die Wirtschaft in Erklärungsnot geraten. Der Regierungsanalyse zufolge kann Großbritannien wirtschaftlich durch den EU-Austritt nichts gewinnen. Vielmehr würden fast alle Wirtschaftsbereiche in Großbritannien leiden, egal wie die Verhandlungen mit der Europäischen Union verlaufen. Frederik Wulff sagte darauf: „Unsere Kunden und wir haben nichts zu befürchten. Unser Geschäft wird davon keinesfalls in Mitleidenschaft gezogen.“

 

erschienen auf  www.bocquel-news.de

Cyberversicherung: Welche Deckungssummen sind realistisch? – Markel in der AssCompact 11/2017

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Wenn auch in aller Munde, ist die Cyberversicherung immer noch echtes Neuland für viele Versicherungsmakler. Die Abschätzung der Risiken, die Erfassung von Daten sowie die Ermittlung von Deckungssummen stellen dabei besondere Herausforderungen dar. Deshalb sollten Makler bei der Beratung auf ganz bestimmte Aspekte achten.

Die Cyberversicherung hat sich in den vergangenen Jahren zu einer stark wachsenden Versicherungssparte entwickelt – fast wöchentlich steigen Gesellschaften mit eigenen Cyberversicherungsprodukten in den Markt ein. Neben der konstant wachsenden Anzahl an Cybervorfällen hat vor allem die positive Marktentwicklung beim Abschluss von Cyberpolicen in den USA und UK den deutschen Markt nachhaltig beeinflusst. Im Prinzip war es nur eine Frage weniger Monate, bis etablierte Versicherer hierzulande ein eigenes Produkt auf den Markt bringen  würden. Darüber hinaus schafft die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft und in der Industrie ein neues Risikofeld – Rahmenbedingungen, mit denen Assekuranzen und Vermittler umgehen müssen.

KPMG, eines der wirtschaftsstärksten Wirtschaftsprüfungsunternehmen weltweit, schätzt das Prämienvolumen im Jahr 2017 auf 90 bis 100 Mio. Euro. Allerdings führt das zügige Wachstum dazu, dass auf der Bedingungsseite ein recht unübersichtliches Durcheinander der Wordings und Klauseln vorherrscht. Das ist natürlich für alle Beteiligten, vor allem jedoch für Makler und Versicherungsvermittler eine extrem anspruchsvolle Situation. Ein Marktvergleich der zahlreichen Bedingungswerke war lange kompliziert und der Ruf nach einer Vereinheitlichung verständlicherweise groß. Im April hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die langersehnten Musterbedingungen zur Cyberversicherung veröffentlicht. Ein erster Schritt zu mehr Verständlichkeit. Dennoch wirft die wachsende junge Sparte der Cyberversicherung nach wie vor viele Fragen auf. Vermittler sind irritiert, wenn es darum geht, die passende Versicherungssumme festzulegen. Auch ist selten klar, welche Bereiche unter den Cyberschutz fallen und entsprechend versichert werden müssen. Das fängt bei der IT-Infrastruktur an und geht bis hin zu Cyberdrittschäden.

Wie lassen sich also nun Schritt für Schritt Deckungssummen für ein Risiko festlegen?

Die IT-Infrastruktur

Ein wesentlicher Bestandteil einer jeden Cyberversicherung ist die Wiederherstellung  der  IT-Infrastruktur  und -sicherheit nach einem Cyberangriff, einem Hackereinbruch oder einer Infektion durch eine Schadsoftware. Vermittler können bereits im Kundengespräch eruieren, wie teuer die eingesetzten  IT-Systeme  generell  sind  und auf welche Höhe Kosten für die Wiederherstellung von Betriebssystemen, Datenbanken und Verwaltungssystemen durch die eigene IT-Abteilung oder einen externen Dienstleister geschätzt werden. Für mittelständische Betriebe erstrecken sich diese Instandsetzungskosten, die für die Feststellung des Schadens (IT-Forensik), die Installation von Programmen, Mehrkosten für Leihsysteme, neue Hard- und Softwarekomponenten sowie die Wiederherstellung von Datenbanken anfallen, auf bis zu 100.000 Euro. Weitaus höhere Summen fallen für Unternehmen mit teurem IT-Equipment wie Fertigungsstraßen und automatisierten Produktionsmaschinen an. Kosten, die im Rahmen einer fundierten Risikoanalyse realistisch skizziert werden können.

Datenverlust und Kreditkarten

Ein weiterer Kostenpunkt, den Versicherungsvermittler  im  Auge  behalten müssen, sind Kosten für die Verletzung von Persönlichkeitsrechten. Dies gilt für alle Unternehmen, die personenbezogene Daten speichern und verarbeiten, also beispielsweise für Versicherungsmakler, Ärzteabrechnungsstellen, Ärzte, Rechtsanwälte und Steuerberater. Beziffern lässt sich die Summe laut aktuellem Stand mit bis zu 50 Euro pro Person, deren Rechte verletzt wurden, etwa durch einen Datendiebstahl. Doch woraus setzt sich dieser Wert eigentlich zusammen?

Im Falle eines Cyberdatenvorfalls ist der Versicherungsnehmer auf anwaltliche Beratung angewiesen, das gilt identisch für die betroffenen Personen. Aufwendig ist davon abgesehen die Zusammenarbeit mit PR-Beratern, zum Beispiel für die Erstellung von Informationsschreiben – diese fallen unter die Informationspflicht – und die Wiederherstellung des angeschlagenen Images. Weitere Kosten entstehen für Dienstleistungen wie die Überwachung von Identitätsdiebstählen. In Zahlen heißt das: Für ein medizinisches Zentrum mit 20.000 Patienten- und Mitarbeiterdaten sollten somit 1.000.000 Euro Versicherungssumme nur für diesen Bereich bereitgestellt werden.

Um die entsprechende Versicherungssumme für Versicherungsnehmer aus einer Branche mit digitalen Zahlungsmitteln wie Kreditkarten festzulegen, benötigt der Versicherungsmakler Informationen über die Anzahl der gespeicherten Kreditkarten. Die Entschädigungsleistung pro abhanden gekommener Kreditkarte kann vereinbarungsgemäß zwischen 10 und 20 Euro liegen.  Ein  Hotel  mit 100.000 gespeicherten Kreditkarteninformationen müsste demnach für den Cyberschadenfall zwischen 1 und 2 Mio. Euro absichern.

Der Fall Betriebsunterbrechung

Ein Cyberangriff führt in der Regel immer  auch  zu  einer  Betriebsunterbrechung unterschiedlicher Zeitspannen, abhängig davon, wie stark das IT-System in Mitleidenschaft gezogen ist und wie lange Wiederherstellungsarbeiten andauern. Denn im heutigen Technologiezeitalter können kaum noch Bereiche der Wertschöpfungskette ohne IT-System bewältigt werden. Diese Betriebsunterbrechungsschäden sind für die betroffenen Unter-nehmen daher besonders fatal – Vermittler sollten mit dem Kunden mögliche Schadenszenarien konkret durchspielen. Um Ertragsausfälle und die Zahlung fortlaufender Kosten zu gewährleisten, entscheidet über die Festlegung der Versicherungssumme am Ende, wie viel Zeit für die Wiederherstellung der IT-Systeme im Höchstfallszenario benötigt wird. Ein Steuerberater, der für mehrere Wochen keinen Zugriff auf seine Steuerberatungssoftware mehr hat, sollte hier den entstehenden Ertragsausfall oder die Mehrkosten für die Bearbeitung durch andere Kanzleien mit einer entsprechenden Versicherungssumme absichern.

Ein Cyberdrittschaden

Auch im Fall eines Cyberdrittschadens, sprich wenn der Versicherungsnehmer einen Kunden oder sonstigen Dritten aufgrund einer Datenrechtsverletzung, eines Datenverlustes, einer Persönlichkeits- oder Markenrechtsverletzung schädigt oder gegen Geheimhaltungsvereinbarungen verstößt, greift die Haftpflicht im Rahmen des Versicherungspaketes, um Ansprüche – begründet oder nicht – befriedigen zu können. Als Orientierung kann der mittelständische Bereich dienen: Hier sind Versicherungssummen von 250.000 bis zu 1 Mio. Euro üblich.

Versicherungsmakler, die vorgenannte Punkte mit dem Versicherungsnehmer klären, sind in der Lage, eine gute Auswahl an geeigneten Versicherungssummen zu  bestimmen und damit eine optimale Absicherung gegen Cyberschäden zu definieren.

erschienenen in AssCompact_11/2017

Versicherung neu gedacht – Markel im Handelsblatt Journal

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Cyber-Risiken bedrohen Assets: Informationssicherheit muss Chefsache werden

Die Bedrohungslage aus dem Netz bleibt auf hohem Niveau angespannt. Auch wenn Einfallstore für Cyber-Angriffe unverändert kritisch bestehen, gehen viele Manager nach wie vor zu lax mit dem Thema Informationssicherheit um.

Industrie 4.0 oder Big Data – mit dem digitalen Fortschritt wächst das Risiko. Für Cyber-Angreifer bieten sich fast täglich neue Angriffsflächen und weitreichende Möglichkeiten, um Informationen und Know-how auszuspähen, Geschäfts- und Verwaltungsprozesse zu sabotieren oder sich auf Kosten Dritter kriminell zu bereichern. Die jüngsten Angriffskampagnen wie WannaCry und Petya/NotPetya haben deutlich gemacht, wie verwundbar die digitalisierte Gesellschaft ist.

Fakt ist: Allein in Deutschland verursacht Cyberkriminalität Schäden von rund 13 Mrd. Euro pro Jahr, seit 2011 wurde jedes Unternehmen durchschnittlich zweimal angegriff en – soweit die offiziellen Zahlen. Neben direkten Kosten für Rechtsberatung, IT-Forensik und Aufklärung wiegen die indirekten Kosten durch Stillstandszeiten eigener Mitarbeiter sowie Vertrauensverluste nach einem Hackerangriff besonders schwer. Kundenverluste, Auftragsstornierungen, sinkende Aktienkurse und Mitarbeiterfluktuation sind weitere mögliche Folgen eines Cyber-Angriffes. Umso verblüffender, dass sich ein Drittel der deutschen IT-Entscheider diese Risiken nicht bewusst macht. Rund 85 Prozent der IT-Leiter kritisieren Vorstände und Geschäftsführer für ihre mangelndem Initiative in Sachen digitale Sicherheit (Sopra Steria Consulting).

IT-Sicherheit gehört ins Board-Meeting

„Viele Mittelständler haben den Ernst der Lage noch nicht erkannt und verfügen weder über ausreichende technische Sicherheitsmaßnahmen, noch über einen angemessenen Versicherungsschutz“, erklärte Peter Bartels, Vorstandsmitglied und Leiter des Bereichs Familienunternehmen und Mittelstand von PricewaterhouseCoopers (PwC). Eine moderne IT zur Gestaltung und Steuerung von organisatorischen und technischen Geschäftsprozessen ist jedoch ausschlaggebend, um im Wettbewerb zu bestehen. Was also ist zu tun, wenn leistungsfähige und sichere Kommunikationssysteme die essenzielle Basis für eine funktionierende Wirtschaft bilden? Die Investition in eine funktionierende Informationssicherheit und deren Überwachung durch das Management bleibt alternativlos. Das setzt das Verständnis dafür voraus, dass zahlreiche Faktoren eine erfolgreiche Sicherheitsstrategie beeinflussen. Neben der eigenen IT-Infrastruktur nehmen gesetzliche Verordnungen ebenso wie globale und politische Kräfte Einfluss auf das Sicherheitskonzept. „Das vor Kurzem vollständig überarbeitete IT-Grundschutz-Kompendium
des BSI liefert wertvolle Gestaltungshinweise für eine umfassende IT-Sicherheitsstrategie“, erläuterte Dr. Alexander Hardinghaus, Rechtsanwalt bei der internationalen Kanzlei Reed Smith in München. „Werden die erforderlichen Maßnahmen nicht ergriffen und kommt es schließlich zum Ernstfall, können gegebenenfalls die Mitglieder der Geschäftsleitung auch persönlich haftbar gemacht werden.“

Ein weiterer Risikofaktor ist der Mensch. So beschreibt der neue BSI Jahresbericht einen Anstieg von gezielten Phishing-Angriffen, bei denen einzelne Mitarbeiter und Unternehmen adressiert werden. Neu ist, dass Cyber-Angreifer besonders viel Aufwand beim CEO-Betrug investieren – eine Variante des Social-Engineerings, die zu hohen Schadenssummen führt.

Kurz: Ad hoc Lösungen können keine Antwort sein. Externe Expertise ist gefragt, die Einrichtung eines Compliance-Systems zum Umgang mit Daten, insbesondere die Überwachung, Verarbeitung, Zugangsbeschränkung und Sicherung dieser Daten, beschreibt eine Kernaufgabe der Geschäftsführung zur Cyber-Sicherheitsstrategie. Ein Risikoassesment bringt zudem ans Licht, welches finanzielle Restrisiko nach der Implementierung einer IT-Sicherheitsstrategie noch bleibt und mit einer Cyber-Versicherung abgedeckt werden kann. Im Bereich Cyber-Versicherung arbeitet Markel eng mit den Kollegen aus der D&O-Abteilung zusammen, da immer mehr abteilungsübergreifende Risiken, insbesondere für die Management-Ebene, aufkommen. Wer seine Daten und damit seine Assets nicht geschützt hat, dem drohen mit Inkrafttreten der neuen Datenschutz-Grundverordnung ab 2018 im Schadenfall sogar Bußgeldern bis zu vier Prozent des Umsatzes, maximal 20 Mio. Euro.

erschienen im Handelsblatt Journal, Ausgabe Dezember 2017

D&O Branchenliebling Markel kooperiert mit ROLAND Rechtsschutz

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Markel International, München, 23. Oktober 2017 – Markel International, Spezialversicherer für gewerbliche Haftpflicht, ist eine Kooperation mit dem Rechtsschutz-Experten ROLAND eingegangen. Durch nur einen Klick ist im Antragsmodell für D&O Versicherung jetzt auch eine vollständige Manager-Strafrechtsschutz-Versicherung abschließbar. Die beiden Deckungen sind optimal aufeinander abgestimmt, wodurch Bedingungen und Tarif besonders attraktiv geworden sind.

 Markel International, Spezialversicherer für gewerbliche Haftpflicht, wurde unlängst von der Fachzeitschrift Asscompact mit dem ersten Platz ‚D&O Vermittlerliebling‘ ausgezeichnet. Diese Reputation baut Markel jetzt weiter aus: Durch die Kooperation mit ROLAND Rechtsschutz bietet Markel seinen Maklern die Möglichkeit durch einen einfachen Klick im Antragsmodell vollständigen Manager-Straf-Rechtsschutz abzusichern. Selbstrechnende und mitdenkende Antragsmodelle machen den Prozess erstaunlich einfach und unkompliziert. Der Umsatztarif und Laufzeitnachlässe machen die Prämiengestaltung besonders attraktiv gegenüber anderen Produkten auf dem Markt.

Mit dieser Kooperation reagiert Markel auf die Entwicklung, dass jede vierte D&O Schadensmeldung von einem staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahren begleitet wird. Über 50% der Kunden interessieren sich deshalb bei Abschluss einer D&O auch für einen Manager-Straf-Rechtsschutz – ein Wunsch den Markel mit dem Kombiantrag jetzt erfüllen kann.

 Beispiellos praxisnahe Deckung

Bei Abschluss der Versicherung erhält der Versicherungsnehmer zwei Bedingungswerke aus einer Hand. Diese sind einerseits die 2017 innovativ und umfassend überarbeiteten Bedingungen Markel Pro D&O 01.2017 und die Bedingungen für den Manager-Straf-Rechtsschutz. In Abstimmung mit Markel wurden diese für die Kooperation zusätzlich angepasst, erweitert und ergänzen sich nun in perfekter Harmonie miteinander.

Beide Bedingungen gelten für den klassischen D&O-Versicherten Kreis: alle bestellten und stellvertretenden Organe der Versicherungsnehmerin. Dazu gehören u.a. Vorstände, Aufsichtsräte, leitende Angestellte, Prokuristen und Daten- oder Compliancebeauftragte.

Mit der gemeinsamen Deckung schaffen die beiden Spezialversicherer ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt:

Versicherungsschutz ohne Zustimmung des Versicherungsnehmers  zugunsten der versicherten Person

Im Manager-Straf-Rechtsschutz kann der Versicherungsschutz der versicherten Personen von der Zustimmung des Unternehmens abhängen, wenn sich die erhobenen Vorwürfe gegen Vermögensinteressen des Unternehmens richten (beispielsweise Untreue). Das heißt, obwohl der Manager sich für die Versicherung entschieden hat, und auch wenn der Vorwurf nicht bewiesen ist, übernimmt die Versicherung die Verteidigungskosten nicht, wenn das Unternehmen ablehnt. Diejenigen, die dieses Risiko nicht eingehen wollen, können durch einen Klick direkt im Antragsmodell einen Versicherungsschutz ohne Widerspruchsmöglichkeit wählen. So steht der Versicherungsschutz beim Manager-Straf-Rechtsschutz den versicherten Personen genauso bedingungslos zur Verfügung wie bei der D&O Versicherung.

Unmaximierte Versicherungssumme bei der Managerstrafrechtsschutzversicherung

Egal wie oft und wie viele Rechtsstreitigkeiten aufkommen – für jeden Fall steht die vereinbarte Versicherungssumme in voller Höhe zur Verfügung. Damit ist das Bedingungswerk von Markel und ROLAND Rechtsschutz insbesondere in Kombination mit dem Zustimmungsverzicht besonders weitgehend.

Mehr Entspannung im Ruhestand

Wichtig ist Markel und ROLAND Rechtsschutz der Schutz ausscheidender Geschäftsführer. So beinhaltet bereits die D&O Deckung von Markel eine erweiterte Kontinuitätsgarantie sowie eine zusätzliche Versicherungssumme für Ehemalige. Das Thema Sorgenfreiheit im Ruhestand wird auch beim ROLAND Manager-Rechtsschutz wieder aufgegriffen: Es besteht nach Beendigung des Vertrages eine unbegrenzte Nachmeldefrist für Rechtsschutzfälle, die während der Laufzeit des Vertrages eingetreten sind.

Persönliche Absicherung

Die Kooperation der beiden Spezialversicherer gilt auch für die Persönliche D&O von Markel (Markel Pro Persönliche D&O 01.2017). Hier wird neben dem Manager-Straf-Rechtsschutz auch ein Anstellungs-Rechtsschutz. Letzterer ohne Selbstbehalt.

Rechtsschutz bei drohenden Sozial- und Steuerrechtlichen Verfahren

Versicherungsschutz besteht, wenn die Wahrnehmung rechtlicher Interessen zur Vermeidung von drohenden sozialrechtlichen und steuerrechtlichen Verfahren dient, die aus einem Ordungswidrigkeitenverfahren oder Strafverfahren resultieren.    

 Alle Unterlagen finden Sie direkt auf unserem zugangsfreien Maklerportal unter www.markel-maklerportal.de.

Ein Maklertraum wird Wirklichkeit

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Markel International, München, 17. Oktober 2017 – Für Markel International Deutschland, Spezialversicherer für gewerbliche und industrielle Risiken, sind Versicherungsmakler wichtige Impulsgeber bei der Produktentwicklung. Die beste Produktidee hat Markel jetzt im Rahmen der zweiten Maklertraum-Kampagne gekürt.

Die Versicherungsbranche wird zunehmend beweglicher und innovativer. Weil sie es muss: Generationenwechsel, Globalisierung und Digitalisierung sind nur einige Herausforderungen für die Branche, die nach neuen Lösungen verlangen. Immer mehr Makler machen sich mit dem Ziel selbstständig, hier eine gestaltende Rolle zu spielen. Denn in vorderster Reihe, nämlich als Berater für den Verbraucher, wird am ehesten deutlich, wo es im Markt hakt und vor allem was der Markt braucht. Doch nicht immer lassen sich zielgruppennahe Ideen direkt realisieren. Manchmal fehlt schlicht und einfach ein starker und dynamischer Partner auf Versicherungsseite, der über den Tellerrand hinausschaut und Produkte am Zeitgeist entwickelt.

Der Spezialversicherer Markel International Deutschland vertraut auf die Impulsstärke und den bedürfnisorientierten Maklerblick, wenn es darum geht, neue Produktideen zu lancieren. Deshalb hat der Versicherer seine digital vernetzte Kampagne ‚Markel-Maklertraum’, die 2015 zur DKM ins Leben gerufen wurde, auch 2017 fortgeführt. Abermals konnten sich interessierte Makler an der Aktion www.markel-maklertraum.de beteiligen und eigene Produktideen in den Bereichen Vermögensschadenhaftpflicht, Berufshaftpflicht und Financial Lines einreichen. Wie schon 2016 macht die Aussicht auf eine exklusive Vermarktung der Produktidee die Aktion so marktnah. „Wir halten mit der Kampagne an dem Ziel fest, kreative Produktkonzepte zu fördern und damit Maklerträumen Raum zu geben“, erklärt Alexandra Macher, Marketing-Managerin Markel International Deutschland, das mehrstufig angelegte Konzept.

And the Winner is…

Björn Olbrich kennt den Nervenkitzel des Finales, schon 2016 musste er seine damalige Produktidee – eine Haftpflichtversicherung für Angestellte – gegen vier Mitfinalisten vor der unabhängigen Jury aus Prof. Horst Müller-Peters vom Institut für Versicherungswesen der TH Köln, Konrad Schmidt, Mitglied der Geschäftsführung bbg Betriebsberatungs GmbH und Frederik Wulff, Hauptbevollmächtigter Markel International, verteidigen. Doch fürs Siegertreppchen hatte es nicht ganz gereicht. Umso glücklicher ist der 32-jährge Versicherungsmakler, dass er dieses Mal mit seinem neuen Konzept Markel Pro Education überzeugen konnte: Einstimmig kürten die Jurymitglieder seinen Maklertraum zum Favoriten. Damit kann sich der Makler über die exklusive Vermarktung seines selbst entwickelten Produktes über ein Jahr freuen. On Top gibt es 5.000 Euro Marketingbudget für den ‚Kick-Off’ und eine gemeinsame Sightseeing- und Lloyd’s-Tour nach London, wo das neue Produkt dem Markel Underwriting Komitee persönlich präsentiert wird. „Die Aktion hat abermals inspirierende Ansätze für die Zukunft gebracht, auch den Kontakt zu unseren Partnern haben wir durch die Kampagne sichtlich stärken können“ freut sich Frederik Wulff.

 Der Finalist und sein Produkt

Björn Olbrich hat sich nach seiner Laufbahn bei der Fondsnet vor eineinhalb Jahren mit einem Partner selbstständig gemacht und fokussiert sich seitdem auf die Beratung von Unternehmen und motivierten Privatkunden. Zudem ist die TBO Versicherungsmakler GmbH auch im Bereich der Unternehmensberatung für andere Finanzdienstleister tätig. Dass seine Produktidee Markel Pro Education nun die Chance auf einen festen Platz im Markt der Policen hat, „bedeutet viel für uns.“

Abgesichert werden sollen Privatschulen in Deutschland und zwar gegen alle Haftungsrisiken, die durch einen Schulbetrieb entstehen. Markel Pro Education soll dabei ein wichtiger Bestandteil für ein Gesamt-Versicherungskonzept werden, das auch die Punkte Sachwerte, Rechtsschutz- und Betriebsschließungsrisiken abdeckt. Potenzial sehen die Maklertraum-Jury und Olbrich gleichermaßen. Immerhin geht jeder elfte Schüler an allgemeinbildenden oder berufsbildenden Schulen in Deutschland auf eine Privatschule. „Deutschlandweit gibt es derzeit 5.770 Privatschulen, hinzu kommt eine große Zahl an Ergänzungsschulen. Diese beiden Schulformen stellen unsere Zielgruppe dar.“ Darüber hinaus bilden unzählige private Weiterbildungsinstitute eine weitere potenzielle Zielgruppe für das Produkt. Generell strebt der Maklertraum-Sieger das Ziel an, mit seinem Produkt klaffende Lücken im Versicherungsschutz vorhandener Schulen zu schließen: Erfahrungswerte zeigen, dass viele Privatschulen bisher nur ‚klassisch’ versichert sind (BHV, Inhalt und gegebenenfalls noch Standard-RS). Viele darüber hinaus gehende Haftungsrisiken sind zwar bekannt, werden jedoch oftmals nicht versichert oder sind bislang nicht versicherbar. Dazu zählen:

  • Klagende Schüler/Eltern wegen nicht erreichten Schulabschlusses
  • Straf-Rechtssachen, z.B. wegen sexueller Belästigung
  • Cyber-Angriffe

In diesen Bereichen fehlt es bislang an Aufklärung und Produkten. Zusatzbausteine von Markel Pro Education wie die PR-Beratung nach Schadenfällen und die Mediation für Anliegen von Schülern und Eltern sind daher angedacht. „Wir möchten den Schulen über den klassischen Versicherungsschutz hinaus helfen, ihre Reputation im Schadenfall zu bewahren oder zu verbessern. Denn Reputation ist das höchste Gut einer Privatschule“, erklärt Olbrich.

„Wir halten es für möglich, die Spartenabdeckung je Kunde mit einem vernünftigen Deckungskonzept, einer guten Ansprache und einer klugen Kostenplanung von etwa drei auf sechs zu verdoppeln. Somit besteht ein Potenzial von rund 17.000 Neuverträgen ohne Verdrängung sowie weiteren 17.000 durch Verdrängung“, erklärt Olbrich die Marktchancen seines Produktes. Aus seiner Sicht ist es allerdings zwingend notwendig, die Produktentwicklung im engen Dialog mit den führenden Privatschulen-Verbänden zu führen, wenn es darum geht, Potenzial für eine positive Risikoselektion zu ermitteln.

Björn Olbrich ist Gesellschafter-Geschäftsführer der TBO Versicherungsmakler GmbH (http://tbo-versicherungsmakler.de/).

Markel auf der DKM

Expertise

Haben Sie Ihren Messebesuch schon geplant?

Verpassen Sie es nicht, bei uns vorbei zu schauen. Das Team von Markel – Ihre Experten für Vermögensschadenhaftpflicht, Betriebs- und Berufshaftpflicht sowie Manager- und Unternehmenshaftung und Cyberversicherung – freut sich auf Ihren Besuch in Halle 3B an Stand E08.

Registrieren Sie sich hier für Ihr kostenfreies Ticket für die DKM 2017.

Markel belegt Platz 1 bei der Ass Compact Trendstudie III/2017 im Bereich D&O

Expertise

Vielen Dank an alle, die in der Studie Trends III/2017 im Bereich D&O-Versicherung für uns gestimmt haben.

Wir freuen uns sehr und sind stolz, den 1. Platz erreicht zu haben.

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