Brexit or no Brexit – wie hätte Hamlet entschieden?

Sein oder nicht sein, das ist mit Blick auf das Shakespeare Land die Frage. Nach dem ursprünglichen Zeitplan sollte Großbritannien am 29. März 2019, Schlag Mitternacht, die Europäische Union verlassen. Knapp drei Jahre nach dem britischen Referendum wird eine Verschiebung des Brexit notwendig. Vorhang auf für einen typischen Tag im Unterhaus.

1. April 2019 im vereinigten Königreich
Die Szene: Das Unterhaus. Die tragische Hauptfigur des Dramas: Teresa May. Nächster Akt: Der Kongress verhandelt weiter. No Deal, ein softer Brexit, ein zweites Referendum? Weder Mays Brexit-Deal, noch die Alternativen fanden bislang eine Mehrheit im Unterhaus. Keine der Optionen – tatsächlich wurden insgesamt acht Alternativen vorgelegt – hat sich durchgesetzt, ein zweites Referendum und eine europäische Zollunion immerhin haben deutliche Fürsprecher. Heute nun, am 11. April, soll der EU-Sondergipfel stattfinden, ohne Plan B wird Teresa May die Bühne jedoch kaum betreten können. Denn vorher müssten noch 34 konservative Abgeordnete aus beiden Lagern – Brexit-Befürwortern und Gegnern – überzeugt werden.

Die Premierministerin hat in den vergangenen zwei Tagen sowohl bei Emmanuel Macron als auch bei Angela Merkel für ihren Vertrag geworben. Das mag grotesk anmuten. Vielmehr jedoch spiegelt es die Unentschlossenheit aller Beteiligten wieder. Die Schwierigkeit der Konsensfähigkeit. Doch wer weiß, manchmal – das folgende Zitat stammt zwar nicht von Shakespeare, hat erfahrungsgemäß aber auch einen wahren Kern – ‚höhlt nur der stete Tropfen den Stein’. Demnach könnte Brandon Lewis, Generalsekretär der Konservativen Partei, Recht behalten. So äußerte er in der BBC: „Der Brexit-Deal wird dem Referendum gerecht und ist gut für die Wirtschaft. Aber einige Kollegen haben nach wie vor Bedenken, daran müssen wir noch arbeiten. Am Ende muss das Parlament für etwas stimmen.” Immerhin verdichten sich die Zeichen, die EU dürfte May heute einen weiteren Aufschub gewähren . Wie lange und unter welchen Bedingungen – diese Frage bleibt zu klären. Hamlet, Prinz von Dänemark, beginnt im 3. Aufzug, 1. Szene seinen berühmten Monolog mit den Worten “To be, or not to be, that is the question” und verleiht seinem unentschlossenen Handeln Ausdruck. Unentschlossenheit, das ist zumindest keine Frage, kann man der britischen Premierministerin mit Blick auf ihre Hartnäckigkeit nicht vorwerfen.

 

 

Markel sichert europäisches Geschäft in drei Akten
Apropos Entschlossenheit: Auch Markels Wurzeln reichen tief nach Großbritannien. Um sicherzustellen, dass wir den Bedürfnissen von Versicherungsnehmern in der Europäischen Union gerecht werden – unabhängig vom Ausgang der Brexit-Verhandlungen – haben wir unmittelbar nach dem Referendum im Sommer 2016 alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet und im Mai 2017, nach Gesprächen mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die Zulassung einer Versicherungsgesellschaft in Deutschland beantragt. Mit Erfolg. Ein Jahr darauf, am 18. Juli 2018, erteilte uns die BaFin offiziell die Erlaubnis zum Betrieb einer Versicherungsgesellschaft in Deutschland. Seit dem 1. Oktober 2018 schreibt Markel sämtliches Neugeschäft in Deutschland und Österreich über die Markel Insurance SE und ist damit einzigartig am Markt. „Denn warum in die Ferne schweifen …“ – doch das ist wieder ein anderes Zitat. Und Thema. Mehr dazu lesen Sie hier: Markel schreibt Neugeschäft ab jetzt als deutscher Versicherer.

Unser Lesetipp: Wer mehr Durchblick in Sachen Brexit sucht, findet eine interessante Chronologie der Ereignisse unter anderem hier.

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