Betriebskostenabrechnung zu spät erstellt

1. Der Makler zeigt an

Unser Versicherungsnehmer, eine Immobilienverwaltung, ist mit der Erstellung der jährlichen Betriebskostenabrechnung für die Mietwohnungen seiner Kunden beauftragt. Da ein Mieter im März 2015 auszieht, weist die Kunden ihren Immobilienverwalter an, die Betriebskostenabrechnungen für 2014 und die anteilige Abrechnung für 2015 zu erstellen. Aufgrund eines Versäumnisses vonseiten unserer Versicherungsnehmers erstellt dieser die Abrechnungen erst 2015. Der betroffene Mieter legt gegen die Abrechnung für das Jahr 2014 Widerspruch ein und wendet Verfristung ein. Er bezahlt nur einen Teil der eigentlich geforderten Nachzahlung. Die Wohnungsbesitzerin verlangt nun von ihrem Immobilienverwalter den Differenzbetrag.

2. So beurteilt Markel den Schaden

Es besteht Versicherungsschutz über unser Produkt „Markel Pro Immobilienwirtschaft“ für die Tätigkeit als Haus- und Wohnungseigentumsverwalter. Hierunter fällt auch das Erstellen der jährlichen Betriebskostenabrechnungen. Dabei umfasst unser Versicherungsschutz die Erfüllung begründeter und die Abwehr unbegründeter Haftpflichtansprüchen. Bei einem nicht-gewerblichen Mietvertrag muss die Betriebskostenabrechnung zwingend spätestens bis 12 Monate nach dem jeweiligen Abrechnungszeitraum dem Mieter zugegangen sein. Danach kann die Vermieterin ihren Anspruch aus der Betriebskostenabrechnung nicht mehr beim Mieter durchsetzen Daher ist der Mieter mit dem Widerspruch im Recht und muss auch den Differenzbetrag nicht bezahlen.

3. Der Schadenfall nach Abschluss

Die Nachforderung aus der zu spät erstellen Betriebskostenabrechnung umfasste grundsätzlich 1.750,00 €, wovon jedoch vom Mieter noch 800 € freiwillig gezahlt wurden. Die Wohnungseigentümerin forderte den Differenzbetrag in Höhe von 950 € von unserem Versicherungsnehmer. Diesen haben wir von Zahlung freigestellt und den Schaden an die Anspruchsstellerin reguliert.

4. Was Sie an diesem Beispiel über die Markel Schaden Philosophie erfahren

Unserem Versicherungsnehmer ist im vorliegenden Fall ein Fehler unterlaufen, welcher im täglichen Arbeitsleben jeder Hausverwaltung. Da es sich um ein sog. Fristversäumnis handelte, konnte der Immobilienverwalter seiner Kundin auch keine durchsetzbare Nachbesserung mehr anbieten. Derartige Schadenmeldungen sind gerade im Bereich der Immobilienverwaltung „daily business“. Wir sind bemüht diese typischen Haftpflichtfälle zügig und nachvollziehbar zu lösen und zu regulieren. Zusätzlich können unsere Versicherungsnehmer sicher gehen, dass wir die aktuelle Rechtsprechung kennen und anwenden.

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