Künstliche Intelligenz: Unbemerkt. Doch allgegenwärtig.

09.05.2019 | Wissenswertes

Künstliche Intelligenz (KI), oder auch Artificial Intelligence (AI), ist in aller Munde – und spaltet die Gemüter. Während die einen gegen eine Übermacht der Maschine moralisieren, schwelgen andere in ungeahnten Zukunftsvisionen. Mit der Wahrheit ist es wahrscheinlich wie so oft: sie liegt irgendwo in der Mitte. Tatsächlich ist KI längst alltäglicher Begleiter. Ob Smartphone, Routenplaner, Übersetzungsdienst, Suchmaschine oder Online-Shop – Algorithmen sind unsere Normalität, auch wenn wir uns dessen mitunter gar nicht bewusst sind. 

KI ist ein wichtiger Motor, der unser modernes Leben, mitunter sogar uns selbst, antreibt. Mini-Computer in der Blutbahn und Operations-Roboter liegen ebenso wie Logistikdrohnen oder selbststeuernde Automobile in der Hand künstlicher Intelligenz. Der Supercomputer Watson von IBM beispielsweise hat in einem Experiment zum Teil sogar bessere Krebs-Therapien vorgeschlagen als Fachärzte. Wo und wie diese Entwicklung enden wird, weiß niemand. KI sickert quasi unbemerkt immer tiefer in unseren Lebensalltag ein. Mit enormem wirtschaftlichem Potenzial, wie die PwC-Studie „Auswirkungen der Nutzung von künstlicher Intelligenz in Deutschland“ zeigt: Allein durch KI wird das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland bis zum Jahr 2030 um rund 11 Prozent zulegen, die Investitionen auf diesem Gebiet steigen immer weiter. 

KI in der Medienbranche: Smart im Kreativbereich

Es gibt heutzutage kaum eine Branche, die nicht an KI-basierten Ansätzen arbeitet. Allen voran hat die Medienindustrie die Chancen Künstlicher Intelligenz erkannt und setzt sie auf vielfältige Weise ein, sei es zum automatisierten Verfassen von Artikeln, zum Aufspüren von Fake News, zum Erkennen von Videostreams, bei der Individualisierung von Inhalten oder bei der Unterstützung kreativer Prozesse.

Ganz konkret erweist sich KI hier auch als effizienter Datenmanager. Immerhin speist sich die heutige Medienbranche mit ihren Texten, Fotos, Videos, Audios und Feeds aus unzähligen Quellen und verschiedenen Formaten, die permanent bearbeitet, geteilt und veröffentlicht werden, aus Abermillionen Daten. Während beispielsweise der Online-Fotodienst CeWe im Jahr 2005 noch knapp 830 Millionen Digitalfotos entwickelt hat, waren es zwölf Jahre später, sprich im Jahr 2017, bereits über 2,1 Milliarden Dateien. Einer Bitcom-Studie zufolge haben sich die weltweit gemachten Fotos von 660 Billionen im Jahr 2013 auf 1,2 Billiarden im Jahr 2017 nahezu verdoppelt. Ein eindrucksvolles Beispiel für die grotesk hohe Datenflut, die kein Redakteur und kein Social-Media-Manager jemals aus- oder verwerten könnte.

Während Branchen wie die Medienindustrie die Künstliche Intelligenz schon heute ganz spezifisch für ihre tägliche Arbeit nutzbar machen, haben im Alltag nur die wenigsten Menschen eine klare Vorstellung davon, worum es bei dem Thema tatsächlich geht. Genau darin liegt wohl auch die eingangs erwähnte Diskrepanz aus Skepsis und Faszination begründet. Die übertriebenen Erwartungen und Ängste sowie das Verhältnis von künstlicher und menschlicher Intelligenz hat das Zukunftsinstitut etwas genauer unter die Lupe genommen und plakativ in den 6 Thesen zur Künstlichen Intelligenz  zusammengefasst. Demnach ist KI, um einem Horroszenario den Wind aus den Segeln zu nehmen, kein Jobkiller, sondern vielmehr ein Jobshifter, denn „Künstliche Intelligenz wird uns helfen, menschliche Tätigkeiten überflüssig zu machen, die repetitiv und monoton sind. Damit führt sie einen Prozess fort, der bereits mit der Industriegesellschaft begann. Er wird nicht linear oder quantitativ erfolgen, im Sinne eines „Wegnehmens von Arbeitsplätzen“. Sondern als ständige Verschiebung von unkreativen in kreativere, von isolierten in kommunikativere Tätigkeiten. Dies erzeugt Stress in der Gesellschaft. Aber auch eine Befreiung von Möglichkeiten, die vorher unter Routinen verborgen waren.“

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Auch Versicherungen lassen sich branchenspezifisch nutzen

KI hat im besten Fall eine wesentliche Funktion: Das Leben für alle einfacher zu machen. Jede Branche hat ihre eigenen, spezifischen Anforderungen – das gilt auch für die Bewertung ihrer jeweiligen Risiken. Deshalb hat auch Markel nie auf pauschale Lösungen gesetzt. Sondern auf passgenaue Konzepte für berufsspezifische Risiken. So erhält jeder die individuelle Absicherung, die er benötigt. Markel Pro Media zum Beispiel, die Berufshaftpflichtversicherung, die übrigens auch die Medienbranche fokussiert absichert. 

09.05.2019 - Wissenswertes - Yvonne Egberink

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